Samstag, 19. August 2017

Die Erschaffung des Wandbildes - IV. und letzter Teil


















Fertig!

Eigentlich braucht ihr mich diese eine Mal gar nicht zu loben... ich finde mich selber gerade großartig.























Auf dem Bild mit der Tür kommen die Farben am besten rüber, glaube ich.























Hach. Es ist so schön geworden. Frieda guckt auch schon ganz bedröhnt.



















Und mit abendlicher Schummerbeleuchtung bekommt es sogar noch mehr räumlichen Effekt - als würde jede Bergkette nach unten hin etwas heller werden. Woran auch immer das liegen mag.


Donnerstag, 17. August 2017

Spätsommerlich

Mir scheint ja, dass der Hochsommer jetzt langsam vorbei ist. Bei genauerem Nachdenken ist ja auch schon Mitte August.


















Ein Widderchen auf dem Jakobskreuzkraut. Letzteres ist übrigens doch kein Einwanderer, sondern hier schon immer heimisch, weiß Wikipedia. Es verbreitet sich nur gerade vermehrt.


















Nachdem es tatsächlich mal wieder richtig geregnet hatte - also so mehrere Stunden am Stück - machen sich großartige Wolkenschwaden auf den Weg nach oben. Da sieht auch unser domestizierter Schwarzwald gleich sehr mystisch aus.

Apropos: Den armen Wolf, der sich aus Niedersachsen bis in den Schwarzwald durchgeschlagen hat, hat ja ein Angsthase* abgeschossen und in den Schluchsee geworfen.
Als hätte ich es geahnt.

*) Bitte ersetzen Sie Angsthase nach Belieben ruhig durch ein saftiges Schimpfwort.


















Das hier ist vermutlich das landwirtschaftliche Pendant zur Krabbelgruppe - viele Kälber, eine Kuh.
Vermutlich machen die anderen Kühe Karriere.
Und der Stier hat sowieso keine Zeit für die Familie.
Das war nur ein Witz. Jeder soll seine Kinder aufziehen oder aufziehen lassen, wie er das für richtig hält. 

Bitte beachtet auch die schwungvollen Hörner. Jedes hat seine eigene Richtung.























Außer von der Katze wird die Treppe nicht von all zu vielen benutzt... was mich zu der Frage bringt, ob Katzenpfoten das Moos überhaupt jemals abknubbeln würden.
Vielleicht wenn es sehr viele Katzen wären, die sehr oft auf und ab rennen würden? Das wäre auf jeden Fall ein äußerst bemerkenswerter Anblick.

Dienstag, 15. August 2017

Sonnenshirt























Zugegeben, das ist wohl eher eine Winter- als eine Sommersonne, aber eindeutig eine Sonne.
Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die sich an der richtigen Stelle im Wasser spiegelt. Bei Baumstämmen kann ich mir das noch so einigermaßen verstellen, bei Himmelskörpern ist es dann allerdings vorbei.
Vermutlich wäre sie im richtigen Leben auch nicht ganz rund, aber da wäre sie ja auch niemals dunkler als der Himmel. Und im Übrigen ist das ist künstlerische Freiheit. So.

Mit Stoffmalstiften auf Jersey zu malen ist viel schwerer, als ich das in Erinnerung hatte. Glatt gewebte Stoffe sind kein großes Problem, aber Wirkstoffe... pffff.























Das Ausgangsmaterial für das Sonnenshirt war das Männer-T-Shirt hier. Kastig und nicht ganz gerade, aber so schön graumeliert.























Weil das T-Shirt sonst in den Spendencontainer gewandert wäre, das bisschen Nähgarn fast nichts kostet und ich die Stoffmalsftifte schon hatte, ist das Umsonst-Projekt. Immer gut!

Sonntag, 13. August 2017

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.























1. Um etliche Pfützen drumherum geradelt. Manchmal auch durch.























2. Ein paar Blümchen abgepflückt und in der Rucksackseitentasche mitgenommen. Ich vergesse immer, wie die Sorte heißt - irgendwas eingeschlepptes, von dem Pferde angeblich krank werden. Jedenfalls sehr hübsch.























3. Die Reifen aufgepumpt und danach eine Ventilkappe zu gut zugedreht.
Wie mein Schwiegervater immer sagt: Nach fest kommt lose.























4. Müsli gemacht und aus den Apfelresten diesen übernächtigten Hasen gebastelt.


















5. Die Flattermänner gefüttert. Da kann es schon mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen.
Ich habe neulich 10 kg Sonnenblumenkerne und 50  Meisenknödel gekauft. Wenn meine gefiederten Freunde weiterhin bei so gesegnetem Appetit sind, reicht das nie bis zum Winter...























6. Aus einem alten Herren-T-Shirt eins für mich genäht: neue Seitennähte, Ärmel versetzt und schmaler, Ausschnitt weiter. Das wird jetzt noch ein wenig verziert..























7. Rindergulasch mit Kartoffeln gekocht. Und gegessen, natürlich.

Samstag, 12. August 2017

Gottfried Keller: Der grüne Heinrich


















Nachdem ich beschlossen habe, nur was noch über Bücher zu schreiben, die es wert sind, schreibe ich fast gar nichts mehr. Das liegt nicht daran, dass ich nur schlechte Bücher lese, das liegt daran, dass ich 1. faul bin und 2. die Bücher, die ich am besten finde, oft nur noch antiquarisch zu kriegen sind.

Nicht so die Klassiker. Der grüne Heinrich ist zwar alt, aber unbestritten einer der großen deutschsprachigen Bildungsromane.
Darüber was zu schreiben heißt natürlich Eulen nach Athen tragen, obwohl ich glaube, dass heutzutage die wenigsten Leute das Buch tatsächlich gelesen haben...
Es gibt zwei Fassungen. Ich hab die zweite.

Beschrieben wird (auf über 800 Seiten) die Kindheit und Jugend des etwas verträumten Heinrich, der bei seiner verwitweten Mutter in der Schweiz aufwächst und dem, wie er selber meint, vielleicht die strengere Hand eines Vaters fehlt. Die Mutter verwöhnt ihn nicht, lässt ihm aber viele Freiheiten. Nachdem er von der Schule fliegt, will er unbedingt Landschaftsmaler werden. Obwohl er durchaus Talent hat, gestaltet sich sein Weg zunehmend schwierig: Erst ein schlechter Lehrer, dann ein guter, der aber leider geisteskrank ist, dann der erfolglose Versuch, in München als Künstler Fuß zu fassen. Heinrich lebt lange Jahre lang von Geld, das sich seine Mutter buchstäblich vom Munde abspart.
Auch seine Beziehungen zu Frauen sind nicht von Erfolg gekrönt. Seine platonische Jugendliebe Anna stirbt jung, woraufhin er sich auch von der sinnlichen Judith trennt, mit der er gleichzeitig erotisch verbandelt war. Als sich Heinrichs wirtschaftlichen Verhältnisse dank der Hilfe eines Gönners schließlich bessern, verliebt er sich in dessen Ziehtochter. Ihr seine Liebe zu gestehen, traut er sich aber nicht.
In der zweiten Fassung des Roman ist das Ende dann doch noch recht versöhnlich gestaltet. Heinrich baut sich ein bescheidenes bürgerliches Leben auf und findet zwar keine Ehefrau, aber eine Freundin.
Es ist nicht überraschend, dass das ein sehr stark autobiographisch geprägtes Buch ist. Das bekommt ihm ausgezeichnet, weil der Autor so ungefähr alles selbst erlebt hat.

Ich finde, dass man den grünen Heinrich gerade heute sehr gut verstehen kann. Auch wir haben mehr oder weniger alle Freiheit der Welt und alle Wahlmöglichkeiten im Berufs- und im Privatleben. Aber es ist nunmal trotzdem nicht jedem gegeben, sich daraus sein individuelles Glück zu basteln.
Wer lange Bücher mit eingestreuten Randgeschichten mag, ist hier richtig.

Ist die Schrift nicht toll?


















Meine hübsche Ausgabe ist aus dem Jahre 1925 vom Insel-Verlag. Ein verdächtig geschontes Bibliotheks-Exemplar, für 10 Cent aus der berühmten Grabbelkiste gefischt.

Reklame liegt noch drin..























Das Leinen ist nach wie vor schön grün, die Vergoldung glänzt, und das holzfreie Papier denkt auch mit beinahe 100 Jahren auf dem Buckel nicht ans Vergilben. Die vier Mark fuffzig haben sich echt gelohnt.

In bescheidener Ausstattung, aber dafür neu, gibt es das Buch für ungefähr 12,- € oder für den Kindle für 3,99.
Irgendwo hab ich sogar eine Hörbuch-Variante für alle gesehen, die sich mal 37,5 Stunden lang was vorlesen lassen wollen...

Donnerstag, 10. August 2017

El condor pasa


















*flöt*
Na schön, eigentlich ist es ein Milan, aber die Idee ist ja wohl grundsätzlich die gleiche.


















Ich hab noch ein paar nette Bilder vom Radfahren neulich, die ich auch nicht ganz ungezeigt in der Versenkung verschwinden lassen möchte.

























Für alle Stadtkinder ohne Urban-Gardening-Ambitionen: Das ist eine Kartoffelblüte. Hübsch, oder?

Mittwoch, 9. August 2017