Montag, 23. April 2018

Volle Lotte Frühling























Mit der Apfelbüte beginnt der sogenannte "Vollfrühling". Immer wieder toll, was sich die Leute so alles ausdenken.
























Außerdem gibt es natürlich noch kniehohes Gras (mit den ersten Zecken drin)...


















fast über Nacht leuchtend hellgrün gewordene Buchenwälder...



















Rinder, die wieder raus dürfen...
























und frische kleine Ziegen.



















Außerdem kiloweise Blütenpollen. Für jeden Allergiker was dabei.


Sonntag, 22. April 2018

Sieben Frühlingssachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.

Weiland erdacht von Frau Liebe, nun gesammelt bei Geraldine.























1. Rad gefahren. Leider waren die Motorradfreunde auch schon wach. Und ein Vollpfosten mit Porsche Cayenne, der meinte, dass man Radfahrer durch stures Vorbeifahren überholen darf, also ohne dafür extra ein bisschen weiter nach links zu fahren. Ohne Gegenverkehr, übrigens, einfach nur so. Na, passiert ist zum Glück nix.


















2. Den neuen kleinen Ziegen Hallo gesagt. Die sind so nett.























3. Den Sonnenschutz im Bad aufgehängt. Dort haben wir keinen Rolladen, deswegen gibt es da ein Handtuch.


















4. Haare geschnitten. Im eigenen Genick etwas fummlig, aber machbar.


















5. Den Balkon geschrubbt. Das im Bild ist der Schrubber im noch sauberen Seifenwasser - das sah sehr schnell ganz anders aus.


















6. Gelesen. T.H. White, im Original "The Once and Future King". Da hat Frau Rowling ihren Professor Dumbledore geklaut... oder sagen wir mal, sie hat sich inspirieren lassen.























7. Ein bisschen Hahnenfuß in die Vase gestellt.

Donnerstag, 19. April 2018

Das Hemdblusenkleid, Teil IV.

Damals, im Jahre des Herrn 2016, habe ich angefangen ein sogenanntes Hemdblusenkleid zu nähen.
Unterwegs kamen mir berechtigte Zweifel, ob ich den Stoff jemals in den Griff kriegen würde und mir ferner das gute Stück dank knapper Taillierung fast auf Hüfthöhe überhaupt passen würde.
Seitdem hing es auf meiner Schneiderpuppe, Larissa, rum und guckte mich vorwurfsvoll an.

Also hab ich mir jetzt ein Herz gefasst und es zu Ende genäht. Ohne eine weitere Anprobe, sozusagen ins Blaue hinein.























Mit eingesetzten Ärmeln, Manschetten, Knopfleiste, angetäuschten Pattentaschen, Rückenpasse und Kragen.























Sobald die Knöpfe zu waren, sah es an Larissa echt gut aus, dann sah man nämlich die schiefen Belege nicht.

Dann hab ich noch ein paar Tage Mut gesammelt und es dann anprobiert.























 Und siehe da - es passt. Warum auch immer.























An die Manschetten hätten jeweils zwei Knöpfe gehört, aber so viele hatte ich nicht. Einer reicht auch.


















Hier der Beweis, dass man sehr wohl gleichzeitig Falten und Pickel haben kann.
Egal, es geht um den Kragen. Der ist mir recht gut gelungen. Nicht perfekt, aber gut genug.























Theoretisch könnte man das auch gut so tragen - aber praktisch sieht man dann die gepfuschten Blenden, also werde ich das wohl lassen.

Dienstag, 17. April 2018

Tiere im Tierpark























Heute gibt es mal wieder Gastbilder. Von meinem Lieblingskollegen, der in Berlin im Tierpark war. Das ist der Zoo im Osten, der im Westen heißt "Zoo" und liegt im Stadtteil Tiergarten. Oder so. Es ist kompliziert.
Aber egal - das da oben sind Baumstachler. Man beachte bitte die Nagezähne!























Schöne Ziegen gibt es es da...


















... Varis (sehr niedliche Lemuren)


















... und tiefenentspannte Rote Pandas (Katzenbären).























Noch mehr Varis - Blogspot besteht heute wieder auf seine eigene Reihenfolge. Man sieht: Die Viecher leben da in großzügigen Gehegen.



















Die Seekuh hat gerade Paprika und Salat bekommen. Auch nicht schlecht.


Diese ganz hervorragenden Schweine sind Pekaris aus Südamerika.



















Und das ist ein echter Moschusochse - ich glaube, dem Armen ist jetzt schon viel zu warm.

Sonntag, 15. April 2018

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.

Weiland erdacht von Frau Liebe, nun gesammelt bei Geraldine.


















1. Joggen gewesen. Prächtiges Wetter, unterirdische Kondition.


















2. Knöpfe angenäht. Nicht meine Lieblingsarbeit. Falls sich noch jemand an das Hemdblusenkleid erinnert - es ist immer noch nicht fertig, aber viel fehlt nicht mehr. Nach anderthalb Jahren Pause hab ich jetzt doch mal weiter genäht.


















3. Die Polstermöbel abgesaugt. Die Sofatiere haben solange Party gemacht.


















4. Eine paar Fäden an der Häkeldecke vernäht und die Reste abgeschnitten. Nein, auch die Decke ist nicht fertig...























5. Bärlauchpesto gemacht. Die Blätter im Vordergrund sind kein Bärlauch, sondern Birke als Deko.























6. Zwei Blaumeisenfedern aus dem Balkonteich gefischt.


















7. Muffins mit Minions gegessen. Hat der Captain gebacken, der gestern zu Besuch war. Sehr fein - sogar mit Himbeeren drin!

Freitag, 13. April 2018

Ettenheim: Licht und Schatten


















Wir waren gestern in Ettenheim.























Ein Städtchen mit einer niedlichen Altstadt aus der Barockzeit. Vorher hatten sie auch schon eine Stadt, aber wie das Leben so spielt, kam im 30jährigen Krieg ein Feldherr aus Sachsen daher und hat beschlossen, diesselbe aus taktischen Gründen niederzubrennen.
























Die Ettenheimer haben ihre Stadt wieder aufgebaut und bis auf wirklich wenige Bausünden (rein zufällig sitzt zum Beispiel gerade die Sparkasse mitten in der Altstadt in einem ziemlich scheußlichen Neubau) sehr schön erhalten.






























Das ist die riesige Kirche St. Bartholomäus (selbstverständlich und offensichtlich auch barock).

Auf dem Friedhof dahinter gibt es ein paar alte Kastanien mit unglaublich vielen Höhlen drin und zwei prächtige, große Platanen, die nicht ganz aufs Bild passen.


























In Ettenheim saß ein paar Jahre der französische Kardinal Rohan von Straßburg, der irgendwie in die Halsbandaffäre verwickelt war. Die war das Watergate des 18. Jahrhunderts, aber ehrlich gesagt blicke ich da nicht ganz durch, insbesondere weil dann ja auch gleich anschließend die Revolution war. Jedenfalls war der Kardinal für eine Kleinstadt eine große Sache.
Die Kirche war aber schon vorher fertig. Vielleicht fand er sich da angemessen untergebracht, zumal er im Schloss wohnen konnte. Das ist das rote Gebäude hier rechts, da konnte der Kardinal gemütlich zu Fuß zur Messe gehen.























Womit wir bei Ettenheims Kehrseite wären: Fußgänger liebt man hier inzwischen nicht mehr so. In der gesamten Altstadt herrscht reger Autoverkehr. Auch durch die kleinsten Gässchen darf man fahren, und weil die Straßen alle schmal sind, muss man natürlich auch überall über die Gehwege brettern, wo welche sind. Theoretisch ist überall Zone 20 und theoretisch sind die Fußgänger gleichberechtigt, aber in der Praxis springt man doch lieber zur Seite, bevor man auf dem prächtigen Kopfsteinpflaster oder an der nächsten historischen Fassade klebt.
Es ist nervtötend, laut, gefährlich und - hässlich. Wir reden hier von einer Stadt, in der der geneigte Eigenheimbesitzer nur Fensterläden aus Holz anbringen darf, Metall oder Kunststoff ist verboten. Rollläden sind sowieso nicht erlaubt. Alles unabhängig vom Denkmalschutz. Nur, was nützt das bitte, wenn unten überall Blechkarren rumstehen? Dass die Anwohner dort parken dürfen, ist ja verständlich, aber das jeder Kunde der gefühlten acht Geschäfte in der Altstadt auch noch genau vorm Laden sein Auto abstellen muss... na ja.
Gegen das Geschäftesterben hilft diese Politik übrigens nicht, das findet hier auch statt.























Aus dem Bild oben hab ich ein Autoheck links unten rausgephotoshoppt - und das rechts soweit abgeschnitten, dass es nicht so auffällt.

Und dann der ÖPNV. Armselig. Der nächste Bahnhof in Orschweier ist gute drei Kilometer entfernt, und für diese Distanz gibt es keine vernünftige Busverbindung. Wir sind den "schönen" Fußweg an Bundes- und Landstraße entlang gegangen (und hoffen, das wir den weniger schönen nie kennen lernen müssen). Laut und doof.
Aus Ringsheim kann man noch deutlich weiter einen wirklich netten Weg durch Obstgärten und Weinberge laufen, aber so für jeden Tag ist das halt auch eher nichts. 























Also: Ettenheim ist ungewöhnlich hübsch, hat aber deutlichere Nachteile als andere Städtchen.